Das Magazin, das Informations-Spa

In einer sich immer schneller drehenden Medienwelt mit einer nicht mehr zu kontrollierenden Flut an Reizen sind Magazine das willkommene Medium zur Entschleunigung.

Es wird immer wieder die Frage gestellt, wie lange es noch Zeitungen und Magazine geben wird. Wir behaupten mal noch eine ganze Weile. Es gibt in der Kommunikationswissenschaft das Gesetz von der Komplementarität der Medien. Das besagt, dass ein neues Medium die älteren Medien nicht ersetzt, sondern es mischt für einige oder für alle bereits vorhandenen Medien die Karten neu. Durch ein neues Medium werden die alten gezwungen, ihre Stärken und Schwächen neue zu überdenken und ihr Profil neu zu definieren.

Jedes Medium kann etwas besonders gut

Als sich das Radio am Beginn des vorigen Jahrhunderts immer mehr durchsetzte, wurde ein großes Zeitungssterben prophezeit. Bekanntermaßen ist das nicht eingetroffen. Dazu eine Anekdote: Anno dazumal streikten die Drucker und es kam zu kurzfristigen Kooperationen von Zeitungen und Radiostationen. Die Idee war, dass man die Zeitung einfach vorlesen soll. Gesagt, getan.
Am nächsten Morgen begann die „Vorlesung“, doch am Mittag war man noch nicht mal bei der Mitte der Zeitung angelangt. Und was war mit den Zuhörern, die jene Geschichte, die sie interessiert hätte, versäumt haben?

Das Beispiel zeigt sehr anschaulich, dass ein Medium nicht die Aufgaben eines anderen so einfach übernehmen kann.Und die Geschichte hat noch eine schöne Pointe: Jahrzehnte später wurde wiederum dem Radio selbst das baldige Ende vorausgesagt. Heute erlebt Audio über Podcasts und Streaming gerade bei jüngeren Menschen eine neue Blüte und damit auch das Radio wieder ein Revival.

Medien verschwinden also nicht zwangsläufig. Sie verändern ihre Rolle. Ein neues Medium zwingt die bestehenden vielmehr dazu, sich auf jene Dinge zu konzentrieren, die sie besonders gut können. Für die schnellste Nachricht ist das gedruckte Magazin vermutlich nicht mehr das ideale Medium. Für Einordnung, Vertiefung, Gestaltung und ungestörte Lesezeit dagegen vielleicht mehr denn je.

Das Informationsangebot zum Entspannen

Lassen Sie uns zwei Erfolgsfaktoren für erfolgreiche Printprodukte herausfiltern. Sie grenzen sich nicht von der digitalen Welt ab, vielmehr spielen Sie ein aktives Pingpong mit ihrem Social Media und/oder Internetauftritt.

Und moderne Magazine sind als das neue Informations-Spa konzipiert. Die meisten informationshungrigen Menschen werden täglich von Informationsreizen überflutet. Das Handy klingelt, der Mailklient begrüßt eine neue Mail und nebenbei pingen SMS uns WhatsApps rein. In den kurzen Pausen durchkämmt man die favorisierten Nachrichtenseiten und checkt die sozialen Medien. Und am Abend ist man dann durch. Dennoch will man von seiner Lust nach Informationen nicht ganz ablassen.

Der Multiplikatoreffekt

Deswegen kaufen sich viele Menschen vor dem Wochenende gerne mal einen Stapel Zeitschriften. Und irgendwann zwischen Freitagabend und Montagmorgen nehmen Sie sich Zeit, um mal wieder in Ruhe ein paar Geschichten zu lesen – (fast) ohne Ablenkung, einmal ganz in Ruhe. Das meint das Informations-Spa – entspannt in einem Magazin blättern und sich Zeit für gute Geschichten nehmen. Das ist sicher eine der neuen Rollen von Magazinen. Und wenn Sie das bei der Produktion ihres Corporate-Magazins berücksichtigen, wird es zum Erfolg Ihrer Zeitschrift beitragen.

Und da kommt gleich noch eine Stärke hinzu. Zeitschriften, die man schätzt und vielleicht noch vorhat darin weiter zu lesen, läßt man gern mal auf seinem Couchtisch liegen. Wenn nun Freunde und Gäste vorbeikommen, hat man zugleich einen Multiplikator-Effekt.

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„Corporate Publishing ist unsere Leidenschaft. Aber was genau ist es, was uns so Spaß daran macht? Es ist die Freude daran, Geschichten zu erzählen. Und die Erfahrung zeigt: Jedes Unternehmen steckt voller spannender Storys. Sie müssen nur richtig erzählt und richtig verpackt werden. Dann machen sie das Handeln eines Unternehmens greifbarer. So bauen Sie eine (zusätzliche) Verbindung mit Ihren Kund:innen auf und die Produkte gewinnen an Attraktivität. Und die Geschichte, die wir so gerne erzählen, verpacken wir immer noch am liebsten in Magazine. Sehr klassisch. Aber sie kommen zu Ihren Kund:innen ins Büro, nach Hause oder ... Dort liegen sie vielleicht auf dem Couchtisch, und erzählen Ihre Geschichte."

- Matthias Flödl

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