Glaubwürdig wie ein Kiosk-Magazin
Wir Menschen ordnen Dinge innerhalb weniger Sekunden ein. Wir erkennen einen Arzt am weißen Kittel, einen Polizisten an der Uniform und ein Restaurant an seinem Ambiente. Noch bevor wir ein Wort wechseln, entstehen Erwartungen.
Bei Magazinen funktioniert das genauso.
Nimmt ein Leser ein Druckwerk in die Hand, entscheidet er oft unbewusst: Halte ich ein journalistisches Produkt, eine Broschüre, einen Folder oder einen Werbekatalog in Händen? Diese erste Einordnung beeinflusst maßgeblich, wie offen er den Inhalten begegnet.
Ein Corporate-Publishing-Produkt kommuniziert deshalb schon lange, bevor der erste Satz gelesen wird.
„Machen wir doch einmal etwas ganz Kreatives.“ So beginnt mancher Kick-off für ein neues Kunden- oder Mitarbeitermagazin. Kreativität ist wichtig. Doch manchmal führt der Wunsch nach dem Besonderen dazu, dass das Produkt am Ende alles ist – nur kein Magazin mehr.
Es sieht vielleicht hervorragend aus. Es ist außergewöhnlich gestaltet und grafisch perfekt umgesetzt. Aber wenn es nicht mehr wie ein Magazin wirkt, verliert es einen entscheidenden Vorteil.
Die Form eines Magazins ist nämlich weit mehr als Gestaltung. Sie ist eine nonverbale Botschaft.
Zeitungen und Magazine stehen seit Generationen für recherchierte, redaktionell bearbeitete Inhalte. Der Leser verbindet mit ihrer Form eine bestimmte Erwartung. Er rechnet mit Einordnung, mit journalistischem Handwerk und mit Informationen, die mehr sind als Werbung. Der Leser vertraut darauf, dass hier ein Team von Informationsdienstleistern seine Arbeit gemacht.
Gestalten Sie Ihr Corporate-Publishing-Produkt wie ein echtes Magazin, dann übernimmt es einen Teil dieser Erwartungshaltung. Es zieht sich – bildlich gesprochen – den Mantel des Journalismus über.
Bedeutet das, jedes Kundenmagazin müsse gleich aussehen?
Ganz im Gegenteil.
Ein Blick auf den Zeitschriftenkiosk zeigt eine enorme Vielfalt. Nachrichtenmagazine, Wissenschaftsmagazine, Mode-, Sport- oder Reisemagazine besitzen völlig unterschiedliche Persönlichkeiten. Trotzdem erkennt jeder sofort: Das sind Magazine.
Weil sie eine gemeinsame Formensprache sprechen.
Diese Sprache besteht aus vielen kleinen Details: dem Cover, der Seitenarchitektur, Rubriken, Typografie, Bildsprache, der Ausstattung von Texten und Bildern, dem Rhythmus der Seiten und vielen weiteren Elementen. Jedes einzelne wirkt unscheinbar. Zusammen erzählen sie jedoch eine Geschichte.
Und diese Geschichte lautet:
„Hier erwartet dich Journalismus.“
Genau deshalb lohnt es sich, diese Sprache zu beherrschen. Nicht um sie blind zu kopieren, sondern um kreativ mit ihr zu arbeiten. Wer die Regeln kennt, kann sie bewusst interpretieren oder auch brechen. Wer sie nicht kennt, läuft Gefahr, unbeabsichtigt die falschen Signale zu senden.
Glaubwürdigkeit beginnt vor dem ersten Satz. Sie beginnt mit der ersten nonverbalen Botschaft.
Über uns
„Corporate Publishing ist unsere Leidenschaft. Aber was genau ist es, was uns so Spaß daran macht? Es ist die Freude daran, Geschichten zu erzählen. Und die Erfahrung zeigt: Jedes Unternehmen steckt voller spannender Storys. Sie müssen nur richtig erzählt und richtig verpackt werden. Dann machen sie das Handeln eines Unternehmens greifbarer. So bauen Sie eine (zusätzliche) Verbindung mit Ihren Kund:innen auf und die Produkte gewinnen an Attraktivität. Und die Geschichte, die wir so gerne erzählen, verpacken wir immer noch am liebsten in Magazine. Sehr klassisch. Aber sie kommen zu Ihren Kund:innen ins Büro, nach Hause oder ... Dort liegen sie vielleicht auf dem Couchtisch, und erzählen Ihre Geschichte."
- Matthias Flödl
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