Journalismus ist Informationsdienstleistung
Unternehmen, die aktiv kommunizieren und sich dann auch noch für ein Kund:innen-oder Mitarbeiter:innenmagazin entscheiden, haben sicher keinen Mangel an Informationen. Es gibt Produkte, Dienstleistungen, Projekte, Kennzahlen, Innovationen, Veranstaltungen und Menschen mit spannenden Geschichten. Die eigentliche Herausforderung besteht nicht darin, Informationen zu finden. Die Herausforderung besteht darin, aus Informationen etwas Wertvolles zu machen – dass es den Leser interessiert, ihm neue Informationen und Erkenntnisse bringt, ihm Spaß macht.
Genau hier beginnt Journalismus.
Journalisten sind Spezialisten dafür, Informationen zu erkennen, zu recherchieren, zu überprüfen, einzuordnen und aufzubereiten. Sie sammeln Fakten, führen Gespräche, suchen Zusammenhänge und versuchen zu verstehen, was hinter einer Beobachtung steckt. Aus vielen einzelnen Puzzleteilen entsteht ein Gesamtbild.
Informationen sind der Rohstoff des Journalismus. Doch Rohstoffe allein haben noch wenig Wert. Erst durch Bearbeitung, Verdichtung und Einordnung entsteht daraus etwas, das für den Leser interessant und nützlich wird.
Journalismus ist Informationsraffinerie, Journalismus ist Informationsdienstleistung.
Der Journalist nimmt dem Leser Arbeit ab. Er recherchiert, sortiert und bewertet. Er stellt Zusammenhänge her und trennt Wichtiges von Unwichtigem. Aus einer Vielzahl von Informationen entsteht Orientierung, Erkenntnis oder eine Geschichte, die einen neuen Blick auf die Dinge ermöglicht.
Der Leser möchte nicht mit Informationen überschüttet werden. Informationen gibt es heute überall und jederzeit. Was er sucht, sind Einordnung, Relevanz und Bedeutung. Er möchte verstehen, warum etwas wichtig ist und was er daraus mitnehmen kann.
Genau deshalb sollte sich Corporate Publishing nicht damit begnügen, Unternehmensnachrichten oder Produktinformationen zu veröffentlichen. Die Aufgabe besteht darin, daraus Inhalte zu machen, die für die Zielgruppe einen echten Wert besitzen.
Fragen Sie sich deshalb bei jeder Geschichte:
- Welche neue Erkenntnis gewinnt der Leser?
- Welchen Nutzen zieht er daraus?
- Welche Zusammenhänge werden verständlicher?
- Warum sollte ihn dieses Thema interessieren?
Kann man diese Fragen überzeugend beantworten, ist man auf dem Weg zu gutem Corporate Publishing.
Denn am Ende entsteht der Wert eines Magazins nicht nur dadurch, dass es Informationen distribuiert. Sein Wert entsteht dadurch, dass es Informationen, zu Storys raffiniert und verbreitet werden. Durch Recherche, Einordnung und Aufbereitung wird aus Informationen Erkenntnis – und daraus im besten Fall eine gute Geschichte.
Ein Kundenmagazin ist letztlich ein Geschenk an seine Leser. Doch das Geschenk kann seine Wirkung erst entfalten, wenn es angenommen wird.
Genau das schaffen gute Geschichten. Sie vermitteln Erkenntnisse, stiften Nutzen und bereiten Freude beim Lesen. Dadurch entsteht Aufmerksamkeit, Vertrauen und Bindung. Ein Magazin, das seinen Lesern regelmäßig etwas Wertvolles bietet, bleibt in Erinnerung. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die nächste Ausgabe wieder zur Hand genommen, weitergegeben oder weiterempfohlen wird.
Die Kommunikationsziele des Unternehmens werden dabei nicht trotz guter Geschichten erreicht, sondern gerade wegen dieser. Denn wer seinen Lesern einen echten Mehrwert bietet, erhält ihre Aufmerksamkeit – und damit die Chance, auch die eigenen Botschaften zu vermitteln.
Diese Regel zahlt unmittelbar auf mehrere andere Grundprinzipien guter Kundenmagazine ein. Lesen Sie auch: Glaubwürdig wie ein Kiosk-Magazin ebenso wie in Reinziehen nicht loswerden; Storys, die man weitererzählt und Service, Informationen mit Nutzwert ein.
Über uns
„Corporate Publishing ist unsere Leidenschaft. Aber was genau ist es, was uns so Spaß daran macht? Es ist die Freude daran, Geschichten zu erzählen. Und die Erfahrung zeigt: Jedes Unternehmen steckt voller spannender Storys. Sie müssen nur richtig erzählt und richtig verpackt werden. Dann machen sie das Handeln eines Unternehmens greifbarer. So bauen Sie eine (zusätzliche) Verbindung mit Ihren Kund:innen auf und die Produkte gewinnen an Attraktivität. Und die Geschichte, die wir so gerne erzählen, verpacken wir immer noch am liebsten in Magazine. Sehr klassisch. Aber sie kommen zu Ihren Kund:innen ins Büro, nach Hause oder ... Dort liegen sie vielleicht auf dem Couchtisch, und erzählen Ihre Geschichte."
- Matthias Flödl
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