Was ein gutes Kund ausmacht – 10 Basics

Magazine wirken leicht. Genau darin liegt ihre Kunst. Hinter einem guten Magazin steckt jedoch ein erstaunlich komplexes Zusammenspiel aus Journalismus, Gestaltung, Dramaturgie und Psychologie. Wer diese Mechanismen kennt, kann Magazine entwickeln, die gelesen, aufgehoben und weitergegeben werden.

Kann man die Frage „Was macht ein gutes Kunden- Mitarbeitermagazin aus?“ tatsächlich mit zehn Regeln beantworten?

Nicht vollständig. Aber die folgenden zehn Regeln beschreiben grundlegende handwerkliche Prinzipien, die den Unterschied zwischen einem beliebigen Druckwerk und einem Magazin ausmachen.

Ein gutes Kundenmagazin transportiert nicht nur die Botschaften seines Herausgebers. Es schafft vor allem einen Mehrwert für seine Leserinnen und Leser. Es informiert, ordnet ein, unterhält und überrascht. Im Idealfall verbringen Menschen gerne Zeit mit dem Magazin, legen es nicht sofort weg, lassen es auf dem Couchtisch liegen und erzählen Geschichten daraus weiter. Genau dann erfüllt es auch seine Aufgabe als Kommunikationsinstrument.

„Ein gutes Kundenmagazin ist eine Zeitschrift, die vor allem die Botschaften des Kunden / Herausgebers zielgenau an die gewünschte Zielgruppe kommuniziert. Die Leser:innen sollen Spaß an der Lektüre haben, viel Zeit mit dem Magazin verbringen, es im Idealfall auf ihren Couchtischen liegen lassen, damit es so auch viele andere, potenzielle Leser:innen sehen können. Und die Leser:innen sollten Geschichten in dem Magazin finden, die sie gerne mit anderen Menschen teilen oder einfach weitererzählen.“
- Matthias Flödl

Wissen was wirkt.

Ein gutes Magazin entsteht nicht zufällig. Natürlich braucht es zuerst ein tragfähiges Konzept. Wie man ein solches entwickelt, wird Thema eines eigenen Beitrags sein. Hier geht es um das Handwerk – um Regeln, die sich in Jahrzehnten des Magazinmachens bewährt haben.

Muss man jede einzelne davon befolgen? Nein.

Es verhält sich ähnlich wie mit den Knigge-Regeln. Wer sie kennt, kann bewusst mit ihnen spielen oder sie gezielt brechen. Wer sie nicht kennt, wirkt oft unbeabsichtigt unbeholfen.

Diese Regeln beschreiben deshalb nicht nur handwerkliche Standards. Sie erklären auch, welche Wirkung bestimmte Entscheidungen auf Leserinnen und Leser haben.

Magazine kommunizieren auch nonverbal

Ein Magazin spricht auf zwei Ebenen.

Verbal – durch seine Texte und Bilder.

Und nonverbal – durch Format, Papier, Typografie, Layout, Bildsprache und Dramaturgie.

Noch bevor der erste Satz gelesen wird, vermittelt ein Magazin bereits eine Botschaft. Es wirkt journalistisch oder werblich, hochwertig oder beliebig, modern oder konservativ, nahbar oder distanziert.

Gestaltung ist deshalb niemals bloße Dekoration. Sie beeinflusst Erwartungen, schafft Vertrauen und entscheidet oft darüber, ob jemand überhaupt zu lesen beginnt.

Ebenso wichtig ist die Usability eines Magazins. Wie angenehm lässt sich ein Text lesen? Wie leicht findet sich der Leser zurecht? Wie intuitiv erschließt sich eine Geschichte?

Ein einfaches Beispiel: Schmale Spalten erhöhen den Lesekomfort. Gleichzeitig vermitteln sie – meist unbewusst – den Eindruck eines Magazins, das sich an eine breite Leserschaft richtet. Gestaltung entscheidet also nicht nur über die Lesbarkeit eines Magazins, sondern auch über seine nonverbale Wirkung.

Die folgenden zehn Regeln beschäftigen sich genau mit diesen Zusammenhängen.

Die zehn Regeln

Gestaltung

  1. Glaubwürdig wie ein Kiosk-Magazin
  2. Ausstattung ist (fast) alles
  3. Lesekomfort mit der richtigen Schrift
  4. Gut gesetzt – von Spalten und Zeilen

Inhalt

  1. Journalismus ist Informationsdienstleistung
  2. Wir erzählen von Menschen
  3. Storys, die man weitererzählt
  4. Service – Informationen mit Nutzwert

Wirkung

  1. Reinziehen statt loswerden
  2. Das Magazin – das Info-SPA


10 Regeln für ein gutes Kundenmagazin
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„Corporate Publishing ist unsere Leidenschaft. Aber was genau ist es, was uns so Spaß daran macht? Es ist die Freude daran, Geschichten zu erzählen. Und die Erfahrung zeigt: Jedes Unternehmen steckt voller spannender Storys. Sie müssen nur richtig erzählt und richtig verpackt werden. Dann machen sie das Handeln eines Unternehmens greifbarer. So bauen Sie eine (zusätzliche) Verbindung mit Ihren Kund:innen auf und die Produkte gewinnen an Attraktivität. Und die Geschichte, die wir so gerne erzählen, verpacken wir immer noch am liebsten in Magazine. Sehr klassisch. Aber sie kommen zu Ihren Kund:innen ins Büro, nach Hause oder ... Dort liegen sie vielleicht auf dem Couchtisch, und erzählen Ihre Geschichte."

- Matthias Flödl

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